Die heterogene Welt und der Tod des klassischen ECM

Die Entwicklung des Enterprise Content Managements hat herausragende Speichersysteme, eine neue Generation von Business-Intelligenz und völlig neue Möglichkeiten für dokumentgestützte Enterprise-Anwendungen hervorgebracht. Auch den Aufstieg von nextevolution zu einem europaweit führenden IT-Experten im Enterprise-Segment verdanken wir zu großen Teilen dem Siegeszug der ECM-Technologien.

Inzwischen stehen neue Business Use Cases auf der Tagesordnung von Enterprise-Kunden. Und nicht jedem davon ist das klassische ECM gewachsen. Unterm Strich zeigen sich vier neuralgische Punkte:

1. Die starke Dokumentenorientierung: Die große Stärke des klassischen ECM besteht darin, im Rahmen von Dokumentenmanagement strukturierte und unstrukturierte Daten kontextbezogen zu verknüpfen, revisionssicher zu archivieren und im Rahmen von Anwendungen bereitzustellen. Heute wird das Informationskapital eines Unternehmens aber weit über die Grenzen von Dokumenten hinaus definiert: Letztendlich ist jede noch so kleine Information ein Teil davon. Der Sprung vom Content- zum Informations-Management ist folgerichtig.

2. Die Zentralisierungsphilosophie: Klassisches ECM verfolgt den Ansatz, sämtliche Dokumente im Unternehmen zu erfassen, aus ihren Quellen herauszulösen und in neuer Qualität zentral zu verwalten. Die auf die Dokumente angewiesene Anwendungslandschaft ist aber in der Realität sehr viel heterogener aufgestellt. In vielen Szenarien hat es sich als weitaus intelligenter herausgestellt, die Dezentralisierung von Daten und Anwendungen beizubehalten, aber einen zentralen Informationskatalog aufzubauen, der Archive, Bestände und Applikationen übergreifend bedient.

3. Die Skalierungskosten: Sobald die Anforderungen an Datendurchsatz und -volumen den Big-Data-Bereich tangieren und/oder die Echtzeitverfügbarkeit von Informationen in den Vordergrund rückt, gelangen klassische ECM-Konzepte an die Grenzen der kaufmännischen Vernunft. In diesen Leistungsregionen sind NoSQL-basierte Lösungen und Systeme die richtige Wahl – solange sie einem zentralen Informationsmanagement unterstellt werden, das die revisionssichere Arbeitsweise garantiert.

4. Die Grenzen der Betreibbarkeit: Die größte Herausforderung für die IT-Verantwortlichen in großen Unternehmen besteht darin, die Heterogenität ihrer Infrastrukturen effizient und sicher zu managen. Klassische ECM-Systeme – häufig genug mit dem Versprechen einer befreienden Zentralisierung angetreten – enden allzu oft nur als eine weitere Insel im System. Erst der Quantensprung zum Enterprise Information Management schafft Plattformen, die über den eigenen Tellerrand hinaus das Monitoring und den Betrieb ganzer Infrastrukturen und Workflows ermöglichen.

Nein, noch ist ECM nicht tot. Aber die Ablösung läuft, und sie wird durch die neuen Enterprise-Information-Plattformen beschleunigt – Big-Data-fähige Infrastrukturkomponenten, die alles können, was ein traditionelles ECM-System tut. Aber das meiste davon viel effizienter. Und noch vieles andere mehr.

Eine dieser Plattformen haben wir entwickelt: die NE.Databridge. Nicht, um das ECM abzuschaffen. Sondern weil sie gebraucht wurde.

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Big-Data-EIM: in neuer Dimension

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Bis vor wenigen Jahren war die Welt für die konventionellen ECM- und EIM-Anbieter noch in Ordnung: Auf der einen Seite ihre grundsoliden, hochleistungsfähigen und ultrapräzisen Dokumentmanagement-Plattformen und -Applikationen, auf der Gegenseite die Welt der Big-Data-Nerds – ein auf gigantische Datenvolumen orientiertes Experimentierfeld für Analytics-Anwendungen, schwer gehypt, aber unfähig zur Abbildung von Compliance-Prozessen. Big Data schien vom ECM- und EIM-Geschäft so weit entfernt wie das Kennedy Space Center von einer deutschen Speditionszentrale. Wie falsch diese Einschätzung bereits vor Jahren war, zeigt sich heute. Der Gesetzgeber und andere Institutionen nehmen wenig Rücksicht auf die permanente Datenexplosion, wenn sie Unternehmen und Organisationen mit neuen Verordnungen und Kontrollsystemen konfrontieren; der Wettbewerb wiederum erzwingt einen effizienten und intelligenten Umgang mit Daten und Dokumenten. EIM-Infrastrukturen, die mit Speicher- und Verarbeitungsabläufen im Big-Data-Bereich nicht umgehen können, finden immer häufiger keine Antwort mehr auf reale Szenarien und Herausforderungen – außer zu völlig unvertretbaren Kosten für Storage, Lizenzen und Integration.

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NE.Databridge: Grenzenlos integriert.

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Die heterogene IT-Welt ist Realität und wird es bleiben. Im Spannungsfeld vielfältiger Businessprozesse, Organisationseinheiten, Informationsquellen, Interessen und Ansprüche entwickeln sich zwangsläufig auch IT-Infrastrukturen und Anwendungslandschaften alles andere als einheitlich. Dass diese Welt mit klassischem schnittstellenorientierten Handeln nicht effizient beherrschbar ist, erleben viele Unternehmen im täglichen IT-Management, vor allem aber in komplexen Systemprozessen wie Integrationen, Migrationen und Archivierungen. Entwickler, Hersteller, Systemhäuser und IT-Abteilungen haben über Jahre Zeit und Geld aufgewendet, um den Kampf für das „Unifying“ von IT-Landschaften zu führen. Sie sind dabei von der Realität überholt worden: von der Dynamik technologischer Innovationen, von der inneren Logik der Unternehmensentwicklung, von neuen Prioritäten.

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Enterprise Data Migration

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Als Spezialist für Enterprise Content Management werden wir häufig mit der Migration zentraler Dokumentenbestände und -archive beauftragt. Migrationen dieser Größenordnung mü̈ssen in der Regel revisionssicher erfolgen, spielen sich in Bereichen zwischen 10.000 und hunderten Millionen Dokumenten ab und bewegen Datenvolumen im Terabyte-Bereich. Immer wieder stellen wir fest, dass die Dimension solcher Projekte IT-Verantwortliche und die Unternehmensführung verunsichert. Die Folge ist, dass dringend nötige Migrationen zu lange aufgeschoben oder nur halbherzig durchgeführt werden. Dabei schaffen Migrationen messbaren Wert: Sie beenden die kostspielige Blockade knapper Ressourcen durch Wildwuchs und Altlasten, verschlanken die Datenstrukturen, tragen zur Rationalisierung von Geschäftsprozessen bei und senken die Kosten.

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