RDBMS oder NoSQL: Freedom rules!

Wer die aktuellen Diskussionen über Datenbankstandards und -technologien beobachtet, wird mit einer Vielzahl von Buzzwords aus dem NoSQL-Themenspektrum konfrontiert. Oft fehlt es an wirklich unvoreingenommenen und transparenten Orientierungshilfen für Enterprise-Anwender. Hinzu kommt die Paralleldebatte über verteilte (Cloud-)Datenbanken, die als strategische Guideline hochrelevant ist – aber mitunter ausblendet, dass viele Unternehmen Ihre geschäftskritischen und sensiblen Daten nach wie vor lieber im eigenen Hoheitsbereich behalten wollen. Ziel des medialen Dauerfeuers ist häufig das Pushing von SaaS-Offerings großer Monopolisten, die im Enterprise-Segment zu einer gefährlichen Lock-In-Falle werden können.

Wer kluge strategische Entscheidungen treffen will, muss sich von diesem Grundrauschen lösen. Fakt ist: Für jeden Use Case und jede Lösungsumgebung gibt es eine klar ableitbare Datenbanktechnologie, die das jeweilige Optimum an Performance, Perspektive, Effizienz und Profitabilität bietet. In den seltensten Fällen wird dies immer derselbe Standard sein. Es gibt also gute Gründe, seine Wahlfreiheit zu bewahren.

Darüber hinaus sind Datenbank-Entscheidungen keine Inselthemen: Sie müssen sich klar in eine selbstbestimmte Strategie für die aktuelle Phase der digitalen Transformation einfügen. Und hier bestimmen übergeordnete Herausforderungen wie Containerisierung, verteilte Infrastrukturen und Applikationen sowie Cloud-Readiness als Metastrategie den Takt.

Technologieauswahl: Die Priorität entscheidet

Das relationale Datenbankmodell (RDBMS) ist der Klassiker unter den DB-Technologien und sollte nicht mit dem Abfragestandard SQL verwechselt werden (denn der ist auch in vielen NoSQL-Umgebungen einsetzbar). Relationale Datenbanken bewähren sich überall dort, wo es auf hohe Konsistenz ankommt. NoSQL-Datenbanken wiederum überzeugen in der Kombination aus Verfügbarkeit und Partitionstoleranz und eignen sich dadurch besonders für verteilte Infrastrukturen und horizontale Skalierung – ihre Schwäche ist aber die Konsistenz. Denn Änderungen sind nicht sofort an allen Knoten verfügbar, was zu inaktuellen Ergebnissen führen kann.

Kommerziell vs. Open Source: eine Frage des Operatings

Aktuelle Datenbank-Standards wie PostgreSQL (relational) bzw. MongoDB oder Cassandra (NoSQL) haben mit den alten Lizenzmodellen der Oracle- und SQL-Ära nicht mehr viel zu tun. Unternehmen könnten heute zum Beispiel Open-Source-Systeme wie Cassandra oder PostgreSQL komplett lizenzfrei betreiben, wenn sie das Operating inhouse bewältigen – was aber hohen technischen und personellen Aufwand bedeutet. Kommerzielle Angebote wie MongoDB, EDB PostgreSQL oder Datastax DSE ersetzen das Operating durch das „Providing“ eines Anbieters, was je nach Produkt sehr kostspielig werden kann, Datenschutzrisiken schafft* und im Fall von SaaS-Datenbanken ein erhebliches Lock-in-Risiko birgt. Genau zwischen den beiden Extremen stehen unsere Remote Database Operations: Hier wird nur das Operating ausgegliedert, die Leistungstiefe ist frei bestimmbar, die Subscriptions erfolgen flexibel und komplett transparent.

Remote Database Operations: die ganze Freiheit

Unsere Datenbank-Offerings schließen genauso smart wie simpel die Lücke zwischen Eigenbetrieb und SaaS-Angeboten. Unsere Kunden erhalten Zugriff auf die „Best of Breed“ zeitgemäßer RDBMS- oder NoSQL-Datenbankstandards, und zwar in exakt bedarfsgerechter Bereitstellung. Das Hinzubuchen von Datenbankressourcen braucht weder Vorlaufzeiten noch Kompetenzaufbau, das Operating ist in seiner Leistungstiefe frei gestaltbar. Alle Deployments sind auf einer flexiblen Container-Plattform lauffähig und damit nativ Cloud-ready. Und für Zusatzleistungen wie die Migration von vorhandenen Datenbanken und Prozessen verfügen wir über exzellente Tools, breite Expertise und eine praxiserprobte Support-Mannschaft.

* Gescheiterte bzw. problematische Vorhaben wie „Safe-Harbour“ und „Privacy Shield“ stehen für bisher ungelöste Datenschutzkonflikte. Abgekündigte bzw. von Gerichten ausgesetzte Regelungen zur Einhaltung europäischer Datenschutzstandards machen es US-amerikanischen Unternehmen zurzeit schwer, personenbezogene Daten aus Europa zu verarbeiten. Damit verstoßen ggf. europäische Unternehmen gegen geltendes Recht, sobald sie US-Digitalservices nutzen.

up